Kolumbien, Cartagena - Oase von Jacquin

EXPERIMENTELLES UMWELTPÄDAGOGISCHES ZENTRUM – "DIE OASE VON JACQUIN"

Fundación Madre Herlinda Moisés

Die "Oasis de Jacquin" (http://fundacionmadreherlindamoises.org.co/oasis/) ist ein Grundstück inmitten der Natur auf der Halbinsel Barú, das seit 2009 der Mutter Herlinda Moises Stiftung gehört.  Die Vision der Oase ist ein Ort mit pädagogischen Eigenschaften zu sein, um den Umweltgedanken in der Region zu stärken.

Das experimentelle Umweltbildungszentrum will ein Refugium für die Erhaltung und Wiederaufforstung von Zierpflanzen, Obstbäumen, einheimischen Arten und Mangroven sein. Gleichzeitig soll es als spielerischer Bildungsraum fungieren, um das Bewusstsein speziell von Kindern und Jugendlichen, aber auch anderer BesucherInnen für die Auswirkungen der globalen Klimaerwärmung auf unsere Ökosysteme zu schärfen. Die auf dem Gelände vorhandene Wetterstation ermöglicht außerdem Informationen über das Klima auf der Halbinsel und speziell am Ort der Oase zu erhalten und Klimaprozesse zu visualisieren.

Seit 10 Jahren werden wir nun schon von Rotary Clubs in Österreich, Deutschland und seit kurzem auch vom Rotary Club Cartagena de Indias bei der Umgestaltung der Räumlichkeiten der Schule Madre Herlinda Moises und der Oase von Jacquin unterstützt. Durch einen Global Grant des Rotary Clubs sowie durch die niedersächsische Bingo Umwelt Stiftung starten wir zurzeit einen Prozess, der sich auf die Umsetzung der Umweltkomponente der Mutter Herlinda Moises Stiftung und ihres Wirkungskreises fokussiert. Wir wollen durch diese neue Initiative Fähigkeiten und Fertigkeiten in der Oase und in der Gemeinschaft hinterlassen, die auf Pflege, Erhaltung und Förderung der Umwelt ausgerichtet sind.

Wie die Oase entstand

Alle Initiativen auf dem Grundstück wurden auf der Grundlage der Kenntnisse und Erfahrungen der MitarbeiterInnen der Mutter Herlinda Moises Stiftung entwickelt. Sie zielen auf den Respekt für das Ökosystem und die nachhaltige Bewirtschaftung der Umwelt ab. Auf dieser Basis entwickelten die zwei Studenten Josef Stein und Friedrich Knopper  im Rahmen ihrer Diplomarbeit an der Universität für Bodenkultur in Wien ein Konzept für die Planung dieses experimentellen Umweltbildungszentrums, das die natürlichen Gegebenheiten sowie den ökologischen und sozioökonomischen Kontext des Gebiets berücksichtigt.

Dieses erste räumliche Konzept beinhaltet folgende Entwicklungsbereiche:

  • Baumschule
  • Kompostieranlage und kalifornische Wurmzucht
  • Insektenhotel
  • Garten von aromatischen und medizinischen Kräutern und Gewürzen (Teil des Lehrgartens)
  • Bienenhaus
  • Wetterstation
  • Umsetzung von pädagogischen Spaziergängen
  • Handy App Station
  • Vogelbeobachtung
  • Sport- und Freizeitbereich
  • Unterkunftsräume für Auszubildende
  • Kleintierzuchtgebiet

Fact-Box

  • Baumschule für die Vermehrung einheimischer Pflanzen.
  • Derzeit wird dem Rotary Club Cartagena de Indias ein Projekt für die Ausbildung von Einheimischen aus der Region vorgelegt, das auch eine Erweiterung der Gärtnerei um 370 Quadratmeter ermöglichen würde.
  • Wiederverwendung von Biomasse und biologischen Abfällen auf dem Grundstück zur Herstellung eines biologischen Düngers/Pflanzensubstrats für den Eigenbedarf und möglicherweise zum Verkauf.
  • Die Anlage ist zu 80 % einsatzbereit.
  • Das Insektenhotel wurde gebaut, um die Vermehrung von Insekten zu unterstützen, die an der Zersetzung organischer Stoffe, der Bestäubung und der Schädlingsbekämpfung beteiligt sind.
  • Es ist zu 85 % fertiggestellt.
  • Eine Vielfalt von medizinischen und aromatischen Pflanzen, die Teil der einheimischen Arten am Rande des Aussterbens sind.
  • Die Umsetzung beginnt gerade.
  • Es handelt sich um einen im Bau befindlichen Bildungsraum von 24 Quadratmetern, der über die Bedeutung der Erhaltung und Förderung der Fortpflanzung dieser Insekten aufklärt, die unabdingbar für die Bestäubung und Vermehrung der einheimischen Flora und Fauna sind. Dabei wird berücksichtigt, dass die Bienen ein potenzielles Element sind, das zum Gleichgewicht des Ökosystems und der globalen biologischen Vielfalt beiträgt, denn neben der Produktion von Honig ist die wichtigste Arbeit der Bienen die Bestäubung.
  • Dieses Projekt ist zu 70 % finanziert und bemüht sich um weitere Mittel.
  • ALLES IN EINEM". Die Wetterstation ist mit Geräten zur Messung von Temperatur, Luftdruck, Feuchtigkeit, Sonneneinstrahlung und Niederschlag ausgestattet.
  • Ein Bildschirm zeigt Daten und Informationen über das aktuelle Wetter und Klima, die täglich an eine Plattform weitergegeben werden und dadurch für alle Internet zugänglich sind. 
  • Diese Pfade, die von den BesucherInnen allein begangen werden können, werden nicht nur den Begünstigten unserer Bildungsprogramme (Schule Madre Herlinda, El Puente está quebrado, Construyendo Valores, Construyendo Sueños (Ausbildungsporgramm) und die Kunst- und Werteschule Cayambe zur Verfügung stehen, sondern auch allen Bildungseinrichtungen, die in dieser Region tätig sind.
  • Ziel ist es, das Bewusstsein der Gemeinschaften dafür zu stärken, was ihre Umwelt benötigt, und welche Maßnahmen zur Verbesserung umgesetzt werden können.
  • In Planung, Finanzierung ausstehend

 

  • Im Rahmen einer Diplomarbeit wurde das Konzept der mobilen Anwendung "Tukki" entwickelt. Ein Spiel, bei dem man einem Tukan helfen muss, seinen natürlichen Lebensraum zurückzuerobern, indem man die Pflanzen in der Oase erkennt und Fragen zu ihnen beantwortet.
  • Im Entwurfsstadium
  • Teil des lebenden Zauns, der auf der linken Seite des Grundstücks errichtet wurde.
  • Sein Zweck ist es, einen Bereich des Grundstücks als Rastplatz für die Vogelarten zu nutzen, die in dieser Region leben. Dafür müssen immer Früchte verfügbar sein, von denen sich die Vögel ernähren können.
  • Dieser Platz befindet sich in der Mitte des Grundstücks und wird aus einem Mehrzweckplatz für Fußball, Basketball und Volleyball bestehen, an den ein Bereich für Kinderspiele angrenzt. 
  • Platz für die Unterbringung von Auszubildenden und Besuchern, die auf dem Gelände Umweltarbeiten durchführen.
  • Jede Hütte kann bis zu 12 Personen in mehreren Räumen beherbergen.
  • Es dient der Zucht von Wachteln, Legehennen und Kaninchen sowie dem Erlernen der Fortpflanzungsprozesse einiger Vögel und Säugetiere. 
Bilder der Oase von Jacquin

Alles was du wissen musst

  • Andere Kulturen begeistern dich
  • Du bist bereit, dich auf die Lebensbedingungen und kulturellen Gegebenheiten in Kolumbien einzulassen
  • Du sprichst Spanisch – mindestens Niveau A2 des europäischen Referenzrahmens für Sprachen CEFR – oder du  bist bereit, es im Vorfeld zu lernen
  • Du bringst eine Bereitschaft zur Übernahme verantwortungsvoller Aufgaben, gute Selbststeuerung und hohe Eigenverantwortung mit
  • Das Eingliedern in Teams fällt dir nicht schwer
  • Du hast idealerweise eine Vorbildung im landwirtschaftlichen Bereich (beispielsweise Lehranstalt Land- und Forstwirtschaft, Gärtnerausbildung, Universität für Bodenkultur o. ä.)

Dein Einsatz ist wertvoll! Weil du mehr bewegen kannst, als du denkst. Erfahre alles zu unseren Leistungen.

  • Mithilfe beim Bienenhaus: Honigschleuder, Pflegung der Bienenstöcke, Wachsgewinnung
  • Aufzucht und Pflege von Jungpflanzen: Anzucht von Setzlingen und Stecklingen
  • Pflege der Topfpflanzen
  • Gartenarbeiten wie Umpflanzen, Jäten, Bewässern
  • Umschichten der Kompostieranlage

 

Als behördlich anerkannter Träger nach dem Freiwilligengesetz können wir deinen Einsatz großzügig finanziell unterstützen. Du bezahlst einen pauschalen Selbstbehalt je nach Programm und Einsatzdauer. Je länger dein Einsatz dauert, desto günstiger wird der Selbstbehalt.  Darüber hinaus übernehmen wir die erforderlichen Kosten – wie Anreise, Abreise, Versicherungen oder Unterkunft und Verpflegung vor Ort. Unter Berücksichtigung der Kaufkraft im Einsatzland beträgt das monatliche Taschengeld derzeit 50,00 Euro.

Dipl.Reg.Wiss. Fabian Oster

Ansprechperson

Fundación Madre Herlinda Moisés

Kohlplatzstraße 12

6973 Hard

Jakob erzählt von der Oase Jacquin

Das Jahr hier in Kolumbien hat mich stark geprägt. Die gesammelten Erfahrungen haben mich und somit auch meinen späteren Lebensweg verändert. Dafür möchte ich mich bei allen Verantwortlichen bedanken.

Sebastian,
Freiwilligeneinsatz 2009-2010