FAQs

Was bringt mir ein Freiwilligeneinsatz?

Wir möchten, dass du so viel wie möglich von deinem Freiwilligeneinsatz im Ausland mitnimmst. Dabei stehen wir dir von Anfang an zur Seite.

  • Mit deinem Einsatz kannst du folgende Ziele erreichen:

  • Interkulturelle und soziale Kompetenzen stärken

  • Freiwilliges soziales Engagement zeigen

  • Mindestens eine Fremdsprache erlernen oder vertiefen

  • Intensives Kennenlernen der Arbeit in einer Einsatzstelle und der realen Lebenssituation von Menschen in einem fremden Land

  • Erfahrungen sammeln, die zur Persönlichkeitsentwicklung beitragen

  • Kenntnisse und Vorbildungen (z.B. EDV) anwenden und erweitern

  • Soziale Berufsfelder in der Praxis kennenlernen

     

 

Kann ich mit einer Behinderung einen Freiwilligeneinsatz machen?

Ja natürlich kannst du das! Unsere Programme sind inklusiv gestaltet. Wir klären zuerst mit dir ab, welche Mehrbedarfe du hast und unterstützen dich dann dabei, eine passende Einsatzstelle zu finden. Mit deinem Einsatz kannst du für viele Menschen mit Behinderungen in den ärmsten Ländern Vorbild sein und ihnen Mut machen!

Was ist die gesetzliche Grundlage für den Freiwilligeneinsatz?

Ein „freiwilliges Engagement“ bedeutet, dass Menschen in einem organisierten Rahmen unentgeltlich Leistungen erbringen. Damit diese Menschen rechtlich besser abgesichert sind, wurde 2012 das Freiwilligengesetz geschaffen. Das Gesetz gilt seit 01.01.2016 auch für den Bereich der Auslandseinsätze.
Der Gesetzgeber definiert den Auslandseinsatz auf Basis des Freiwilligengesetzes als Lerneinsatz. Daher ist dieser gesetzlich als Ausbildungsverhältnis verankert – nicht als Arbeitsverhältnis.

Als gemeinnützige Organisation vermitteln wir Lerneinsätze im Ausland. Dafür sind wir als Träger – nach dem Freiwilligengesetz vom Bundesministerium für Soziales, Arbeit und Konsumentenschutz – anerkannt. Das bedeutet: Wir sind eine staatlich anerkannte Entsendeorganisation.

Im Gegensatz zu einem Einsatz über die zahlreichen profitorientierten Agenturen ist das für dich mit vielen Vorteilen verbunden (Voraussetzung dafür ist ein Einsatz von mindestens sechs Monaten):

  • Rechtssicherheit durch gesetzlich geregelte Basis
  • Keine Entsendungen in Regionen, in denen das Sicherheitsrisiko von Behörden oder relevanten Organisationen als hoch eingestuft wird
  • Vom Ministerium geprüftes Qualitätssicherungs- und Finanzierungskonzept
  • Prüfung der Einsatzstellen durch Außenministerium und zuständige österreichische Botschaft
  • Behördlich anerkannte Bildungsprogramme für Sozial- und Friedenseinsätze
  • Kranken-, Unfall- und Pensionsversicherung
  • Auslands-, Kranken- und Unfallversicherung mit ausreichender Risikoabdeckung
  • Haftpflichtversicherung
  • Erfahrene fachliche Begleitung am Einsatzort
  • Anspruch auf Familienbeihilfe bis zum 24. Geburtstag
  • Großzügige Förderungen des Sozialministeriums (bei Erfüllen der Förderbedingungen)
  • Anspruch auf Taschengeld (nicht bei Kurzzeiteinsätzen)
  • Staatsgültiges Zertifikat über den Freiwilligeneinsatz
  • Anrechnung des Freiwilligeneinsatzes auf die Pension in Österreich
  • Ständige Weiterentwicklung der Organisationsqualität

Mit wem schließe ich den Vertrag ab?

Die Entscheidung über Ort und Zeitpunkt deines Einsatzes triffst du mit unseren Partnern für die Einsatzstelle im Zielland. Den Vertrag über den Einsatz schließt du dann mit uns ab: Internationale Freiwilligeneinsätze ÖC gemeinnützige GesmbH. Wir klären für dich die Förderungen ab, begleiten dich in der Vorbereitungszeit, stehen dir während des Einsatzes zur Seite und bieten dir die Chance, deine Erfahrungen im Einsatz mit anderen auszutauschen.


Gegründet haben uns die Caritas Österreich und die Caritas Vorarlberg, um Menschen einen seriösen Rahmen für einen Freiwilligeneinsatz zu bieten. Beide Organisationen entsenden seit vielen Jahren Freiwillige ins Ausland und bringen viel Erfahrung in der Entwicklungszusammenarbeit mit. Das Sozialministerium hat uns als Rechtsträger für freiwillige Sozial- und Friedenseinsätze gemäß § 26 Freiwilligengesetz mit 07.12.2016 offiziell anerkannt.

Wann kann ich meinen Freiwilligeneinsatz beginnen?

Für eine optimale Vorbereitung rechnest du mit einer Vorlaufzeit von sechs Monaten bis zu einem Jahr – vor allem, wenn du für die Mitarbeit an deiner Einsatzstelle noch eine Fremdsprache lernen musst. Es gibt keine fixen Termine. Einsatzbeginn und Ende sind mit der für die Einsatzstelle verantwortlichen Kontaktperson abzustimmen.

Wie lange dauert ein Freiwilligeneinsatz?

Sowohl aus Kostensicht als auch wegen des persönlichen Lernerfolgs bieten wir vor allem Einsätze mit einer Dauer von sechs bis zwölf Monaten an – bevorzugt ab zehn Monaten.

  • Lernerfolg: Wir haben viele Rückmeldungen von Freiwilligen, die sagen: „Drei Monate sind eindeutigzu wenig. Um sich kurz anzuschauen, wie es dort aussieht, reicht ein Monat Urlaub. Um richtiganzukommen und etwas tun zu können, ist mindestens ein Jahr notwendig. Es braucht sechs Monate,bis man die Sprache wirklich kann und alle Abläufe bekannt sind. Dann kann man die verbleibenden sechs Monate wirklich mitarbeiten.“
  • Kosten: Als Faustregel gilt: Je länger der Lerneinsatz, desto höhere Förderungen sind möglich und desto geringer ist der Selbstbehalt für die Freiwilligen. Ein kürzerer Einsatz ist deshalb für dich persönlich immer mit Mehrkosten verbunden.

Welche Arten von Freiwilligeneinsätzen im Ausland gibt es?

Alle unsere Programme sind freiwillige Sozial- und Friedenseinsätze im Ausland und haben die gleichen
Grundziele: Die Begegnung unterschiedlicher Kulturen und das gegenseitige Lernen. Dazu haben wir vier
Angebote
zusammengestellt:

Programm Young
  • Alter 18 bis 24 Jahre
  • Ziele: Erlernen interkultureller und Förderung sozialer Fähigkeiten, Persönlichkeitsentwicklung durch Mitarbeit an der Einsatzstelle
  • Einsatzdauer mindestens 6 (bevorzugt 10), optimal 12 Monate
  • Vorbereitungsseminar, Einsatz, Abschlussseminar
  • Staatliche Förderungen
  • Staatlich anerkanntes und gesetzlich verankertes Zertifikat über den Einsatz
  • Gesetzliche Basis: Freiwilligengesetz

 

Freiwilligeneinsatz anstelle des Zivildienstes
  • Alter 18 bis 29 Jahre
  • Ziele: Erlernen interkultureller und Förderung sozialer Fähigkeiten, Persönlichkeitsentwicklung durch Mitarbeit an der Einsatzstelle
  • Einsatzdauer mindestens 10, optimal 12 Monate
  • Vorbereitungsseminar, Einsatz, Abschlussseminar
  • Staatliche Förderungen
  • Staatlich anerkanntes und gesetzlich verankertes Zertifikat über den Einsatz
  • Gesetzliche Basis: Freiwilligengesetz, Zivildienstgesetz § 12c

 

Programm Professional
  • Voraussetzung: abgeschlossene Berufsausbildung, nach Möglichkeit einige Jahre Berufserfahrung
  • Ziel: Erlernen und Fördern interkultureller sowie sozialer Fähigkeiten, Vermittlung des berufsspezifischen Könnens
  • Einsatzdauer nach Absprache, maximal 12 Monate
  • Vorbereitungsseminar, Einsatz, Abschlussseminar
  • Staatliche Förderung (ab sechs Monaten Einsatzdauer)
  • Staatlich anerkanntes und gesetzlich verankertes Zertifikat über den Einsatz (ab sechs Monaten Einsatzdauer)
  • Gesetzliche Basis: Freiwilligengesetz

Facheinsätze in der Entwicklungszusammenarbeit bieten wir nicht an. Wir vermitteln aber gerne an anerkannte Organisationen der Entwicklungszusammenarbeit. Nehmen Sie mit uns Kontakt auf!

 

Kurzzeitprogramm
  • Alter ab 18 Jahre
  • Ziel: Kennenlernen interkultureller und sozialer Anforderungen, Einblicke in die Arbeit und Abläufe der Einsatzstelle
  • Einsatzdauer mindestens drei Monate
  • Vorbereitungsseminar, Einsatz, Abschlussseminar
  • Achtung! Für Einsätze unter sechs Monaten gibt es nur sehr begrenzt staatliche Förderungen. Für die Einsatzkosten (mit Ausnahme des Vorbereitungsseminars und der Betreuung durch die Einsatzstelle vor Ort) kommst du selbst auf.
  • Gesetzliche Basis: ABGB

 

Was kostet mich mein Auslandseinsatz?

Unser Ziel ist es, die Kosten für deinen Freiwilligeneinsatz für dich – beziehungsweise für deine Eltern –
möglichst gering zu halten. Je nach Dauer und Einsatzort ist das durch staatliche Förderungen möglich. So kannst du mit einem Kostenbeitrag von (umgerechnet) 50 bis ca. 200 Euro monatlich den erforderlichen Selbstbehalt decken.
Dieser Betrag beinhaltet die Fixkosten für: Vorbereitung, Reise, Unterkunft und Verpflegung,
Betreuung vor Ort, Abschlussseminar und ähnliche Aufwände.

 

Wie werde ich in der Vorbereitung unterstützt?

Um deinen Lerneinsatz im Ausland erfolgreich zu absolvieren, ist eine gute Vorbereitung wichtig. Wir unterstützen dich dabei:

Rechtliche und finanzielle Rahmenbedingungen haben wir abgeklärt
Umfassende Informationen über deinen Einsatzort
Gesundheits- und Impfberatung durch unseren Facharzt
Aufgrund unserer jahrelangen Erfahrung bieten wir ein vielseitiges Vorbereitungsprogramm, das verpflichtend zu besuchen ist. Dabei erfährst du mehr über:

  • Ziele und Erfahrungen in der Entwicklungszusammenarbeit, um deinen Einsatz vor Ort in einen fachlichen Zusammenhang zu bringen.
  • Interkulturelle Kommunikation, Umgang mit Konflikten und Konfliktbewältigung ermöglichen, dass du dich im Alltag sicher bewegen kannst.
  • Maßnahmen und Regeln zu Sicherheit und Gesundheit im Einsatzland.
  • Organisatorisches zum Freiwilligeneinsatz, um ein gutes Bild davon zu bekommen, was dich erwartet und was die Erwartungen an dich sind.
  • Das Vorbereitungsprogramm bietet jede Menge Raum für deine Fragen und Anliegen.
  • Spannende Erfahrungen ehemaliger Teilnehmer/innen und Austausch mit Kolleg/innen: Was motiviert andere Freiwillige, ins Ausland zu gehen?

 

Was muss ich eigenständig vorbereiten?

Wir unterstützen dich in der Vorbereitungszeit, wo wir können. Ein paar Vorbereitungen musst du aber selbstständig treffen.

  • Sprache: Entsprechende Sprachkenntnisse werden vorausgesetzt. Diese kannst du aber auch vor deinem Reisebeginn erwerben, um dich vor Ort sicher zu bewegen.
  • Einsatzland: Informiere dich über die Geschichte sowie die kulturelle und wirtschaftliche Situation deines Einsatzlandes. So bist du vor Überraschungen gefeit.
  • Buddies: Tausche dich mit ehemaligen Teilnehmer/innen über den Einsatz aus. Unsere Buddies sind gerne für dich da.
  • Persönliche Reisevorbereitungen: Reisedokumente, Gesundheitscheck und aufgrund persönlicher Bedürfnisse erforderliche Abklärungen.

 

Welche Anforderungen gibt es an die Freiwilligen?

Damit dein Lerneinsatz im Ausland erfolgreich ist, überprüfen wir deine Voraussetzungen im Bewerbungsprozess:

  • Du bist bereit, die erforderliche Fremdsprache zu erlernen oder zu vertiefen, damit du dich selbständig im Zielland bewegen kannst.
  • Du bist psychisch sowie physisch gesund und damit bereit für fremde Alltagssituationen.
  • Du bist für den Selbstbehalt aufgekommen.
  • Du hast die erorderlichen Seminare oder Praktika zur Vorbereitung besucht.
  • Du bist interessiert an der Geschichte sowie der aktuellen sozioökonomischen und politischen Situation deines Einsatzlandes.
  • Du nimmst selbstständig Kontakt mit dem/r Ansprechpartner/in der Einsatzstelle auf. Gemeinsam klärt ihr die Einsatzmöglichkeiten und konkreten Erfordernisse. Zusätzlich informierst du dich bei ehemaligen Teilnehmer/innen der potenziellen Einsatzstelle.

Welche Sprache muss ich beherrschen?

Sprache verbindet und gibt dir Sicherheit. Daher ist es wichtig, dass du dich im Einsatzland sprachlich selbstständig bewegen kannst.
Aus diesem Grund verlangen wir als Mindestniveau A2 (nach dem Europäischen Referenzrahmen) jener
Sprache, mit der man sich im Einsatzland verständigen kann. An manchen Einsatzstellen ist – aufgrund deiner Aufgaben – dort ein höheres Niveau notwendig (z.B. Fachausdrücke bei Lehrtätigkeit).

Mehr Informationen zu erforderlichen Sprachniveaus und der Bewertung deiner Sprachkenntnisse findest
du hier: europass.cedefop.europa.eu

Unser Tipp: Bitte plane ausreichend Zeit ein, um das erforderliche Sprachniveau vor deinem Einsatz verlässlich zu erreichen. Lass dich aber nicht von fehlenden Sprachkenntnissen abschrecken! Wer wirklich motiviert ist, kann auch eine völlig neue Sprache in angemessener Zeit erlernen. Und für dein weiteres (Berufs-)Leben ist das Beherrschen einer zusätzlichen Fremdsprache immer ein Vorteil.

Welche Aufgaben kann ich als Freiwillige/r übernehmen?

Alle Informationen zu den Tätigkeitsbereichen findest du unter Einsatzstellen. Die
konkrete Zuteilung der Aufgaben übernimmt die Einsatzleitung vor Ort.

Besonders gefragte Fähigkeiten sind
  • Erfahrung im Umgang mit Kindern und/oder Jugendlichen
  • Soziale Kompetenz
  • Technische Fähigkeiten
  • Musische Fähigkeiten
  • Kenntnisse in EDV, Verwaltung

 

Welche Leistungen erhalte ich im Rahmen meines Lerneinsatzes?

Als Träger für freiwillige Auslandseinsätze bieten wir dir eine Reihe von Leistungen an:

 

  • Ausführliche Information und Beratung
  • Geeignete Vorbereitung, Begleitung und Nachbereitung des Freiwilligeneinsatzes
  • Abwickeln von Förderungen für deinen Einsatz
  • Vermitteln wichtiger Kontakte mit Behörden
  • Geeignete Einsatzleitung, fachliche Anleitung und pädagogische Begleitung am Einsatzort – dafür sorgen wir durch fachlich kompetente Vorbereitung vor deinem Einsatz – etwa durch Orientierungsskurse, Vorbereitungsseminar
  • Abwickeln rechtlicher und finanzieller Verpflichtungen aus den Verträgen mit den Freiwilligen, dem Sozialministerium, den Einsatzstellen und deren Kooperationspartnern Kranken-, Unfalls und Pensionsversicherung in Österreich (nicht bei Kurzzeiteinsätzen) Auslandskranken- und Unfallversicherung, Haftpflichtversicherung
  • Taschengeld (nicht bei Kurzzeiteinsätzen)
  • Staatsgültiges Zertifikat über den Freiwilligeneinsatz (nicht bei Kurzzeiteinsätzen)
  • Fortlaufende Optimierung des Angebots, basierend auf dem Feedback der Teilnehmer/innen und eines Monitorings der Einsatzstellen

 

Wie steht es um meine Sicherheit im Ausland?

Der Aufenthalt in einem fremden Land eröffnet große Chancen für die persönliche Entwicklung. Gleichzeitig birgt er aber auch Gefahren, die sich aus dem Alltagsleben in einer fremden Kultur ergeben. Diese sind gut einzugrenzen, wenn du dich an die jeweiligen Verhaltensregeln hältst. Im Vorbereitungsseminar erfährst du mehr darüber. Viele der Verhaltensregeln empfehlen die Einsatzstellen vor Ort oder schreiben diese – bei Bedarf – auch vor.
Bei entsprechendem Verhalten der Freiwilligen (auch in der Freizeit!) ist daher in allen Einsatzländern eine
relativ hohe Sicherheit möglich.
Wir entsenden grundsätzlich keine Freiwilligen in Länder oder Regionen, in denen das lokale Sicherheitsrisiko von den Behörden als hoch eingestuft wird.
Bei Einsatzländern mit politisch weniger stabilen Systemen sind wir in ständigem Kontakt mit dem Außenministerium und der zuständigen Botschaft. Diese können bei Bedarf eine sofortige Rückholung der Freiwilligen veranlassen.

 

Kann ich meinen Einsatz vorzeitig beenden?

Selbstverständlich. Allerdings wird berhördlich zwischen selbstverschuldeten und unverschuldeten Ursachen unterschieden.

  • Selbstverschuldete Gründe: Wird der Einsatz auf eigenen Wunsch oder wegen grobem Fehlverhalten frühzeitig abgebrochen, sind die vom Sozialministerium gewährten Förderungen zurückzuzahlen.
  • Unverschuldete Ursachen: Ändern sich die Einsatzvoraussetzung am Einsatzort grundlegend oder gefährden politische Veränderungen im Land, Naturkatastrophen oder Epidemien die Sicherheit, kann der Einsatz ohne gravierende finanzielle Folgen frühzeitig beendet werden. Ebenso, wenn Teilnehmende schwer erkranken und eine Genesung vor Ort nicht zu erwarten ist.

 

Was muss ich für meine Gesundheit beachten?

Ein längerer Aufenthalt in einem Land außerhalb Mitteleuropas erfordert zusätzliche gesundheitliche
Vorkehrungen. Deshalb bieten wir dir in unseren Vorbereitungsseminaren eine eigene Einheit zu Gesundheit und Gesundheitsvorsorge. Unser Reisemediziner berät dich dort gerne individuell – auch im Hinblick auf erforderliche oder empfohlene Impfungen.

Die für dich verantwortliche Einsatzleitung kennt die lokalen Gesundheitsgefährdungen. An jeder Einsatzstelle gibt es – zumindest in erreichbarer Nähe – eine geeignete medizinische Versorgung.

 

Wie bin ich im Freiwilligeneinsatz versichert?

1.) Über uns versichert bist du mit:

  • Kranken-, Unfall- und Pensionsversicherung: Bei einer Einsatzdauer zwischen sechs und 12 Monaten versichern wir dich während deines Einsatzes bei der Vorarlberger Gebietskrankenkasse. Die Einsatzmonate werden auf deinem Pensionskonto angerechnet.
  • Auslandskrankenversicherung und Unfallversicherung: Zusätzlich schließen wir für dich eine Auslandskranken-und Unfallversicherung ab. Diese übernimmt bei Bedarf den Transport in ein Krankenhaus, in dem du nach europäischem Standard behandelt werden kannst.
  • Haftpflichtversicherung: Wenn du im Auftrag des Rechtsträgers oder deiner Einsatzstelle handelst, bist du über eine Allgemeine Haftpflichtversicherung mitversichert.

2.) In diesem Versicherungspaket ist NICHT abgedeckt:

  • Bei Vorsatz keine Versicherung: Das vorsätzliche oder grob fahrlässige Herbeiführen eines Versicherungsfalles – etwa durch Trunkenheit oder Schnellfahren – führt zur Leistungsfreiheit des Versicherers. Das heißt: In diesem Fall wird keine Haftung übernommen.
  • Keine Rechtsschutzversicherung: Diese solltest du auf Wunsch selbst abschließen.
  • Haftungsausschluss: Wir haften nicht für Schäden, die Freiwillige oder deren Besucher/innen der
    Einsatzstelle zufügen und die nicht von der Haftpflichtversicherung übernommen werden.

 

Bekomme ich für meinen Einsatz ein Taschengeld?

Freiwilligeneinsätze sind grundsätzlich unentgeltlich. In der besonderen Situation eines freiwilligen Sozial- oder Friedenseinsatzes im Ausland (mit wöchentlich bis zu 34 Einsatzstunden) bekommst du ein Taschengeld. Dieses ist je nach Land unterschiedlich hoch und orientiert sich am jeweiligen Mindestlohn.

 

Welche Aufgaben habe ich nach meiner Rückkehr aus dem Einsatzland?

Nach unseren Erfahrungen kommst du als „anderer Mensch“ aus deinem freiwilligen Sozial- oder Friedenseinsatz im Ausland zurück. Du machst Erfahrungen, die deine Persönlichkeit entscheidend prägen und deine Sicht der Welt verändern.
Dein Einsatz im Ausland wird vor allem deshalb mit staatlichen Förderungen finanziert, um dir einen umfassenden Einblick in interkulturelle Kommunikation, soziale Arbeit oder Friedensinitiativenzu ermöglichen.
Deshalb ist auch die Zeit nach deinem Einsatz wichtig. Um deine Erfahrungen mit Gleichgesinnten zu reflektieren und eine gutes Einfinden in die alte „neue“ Welt zu unterstützen, gibt es:

  • Ein verpflichtendes Abschlussgespräch (Debriefing)
  • Das verpflichtende Abschlussseminar zum Erfahrungsaustausch und mit Gleichgesinnten
Darüber hinaus erwarten wir von dir:
  • Ein ausführliches Feedback an uns (Ausfüllen eines Fragebogens), damit wir unsere Arbeit laufend verbessern können
  • Deine Mithilfe bei Informationsveranstaltungen oder bei der Vorbereitung zukünftige/r Freiwillige/r